Teure nutzlose Brücke!

Cui bono  - Wem dient es? Das ist die große Frage, die man sich in Bezug der Brückenpläne vom Stadthafen nach Gehlsdorf unbedingt stellen sollte. Denn eins wurde schon mal von Herren Matthias Horn, BUGA-Koordinator des Rathauses, zugleich

 Referebt für Stadtentwicklung im Büro von Oberbürgermeister Roland Methling und IGA-Chef in einem Interview der

Ostsee-Zeitung vom 1. Juni 2018 schon mal klargestellt:

Zitat

Aber selbst wenn wir nicht den Zuschlag erhalten, ist unsere Arbeit nicht vergebens. All

die Projekte am Stadthafen, all die Ideen für Rostocks Zukunft kommen trotzdem – nur dann halt

ohne die Blumenschau als Krönung.

Zitatende

Also wurde, wie allgemein üblich im Rostocker Rathaus ohne die Rostocker überhaupt zu fragen schon mal festgelegt, dass selbst ohne die BUGA 2025 unter anderem auch die 17 Millionen teure Brücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf gebaut werden soll. Dieses ohne eine vorhandene Bedarfsanalyse. Tatsächlich haben wir bei unseren Recherchen nicht eine einzige Zahl dazu gefunden,

mit wie vielen Fußgängern und Fahrradfahrern gerechnet wird, die täglich diese Brücke während aber insbesondere auch nach der BUGA benutzen.

Also geht es nicht der Stadt Rostock nicht in der Hauptsache die von ihnen viel zu optimistisch kalkulierten ca. 1,7 Millionen BUGA-Besucher an 170 Tagen vom Stadthafen zum BUGA-Gelände auf die andere Seite der Warnow zu bringen.

Da bleiben logischerweise nur noch folgende Motivationsgründe übrig:

    1. Oberbürgermeister Methling sich selbst ein bauliches Denkmal setzen

    2. Oberbürgermeister Methling macht der Immobilienlobby der Hansestadt Rostock

         mit der Brücke ein weiteres Abschiedsgeschenk als Trostpflaster, weil es mit der

        Verholung des Traditionsschiffes „Dresden“ in den Stadthafen durch den Bürgerentscheid nicht

        geklappt hat.

   3. Viele der Rathaus-Elite, die für das Brücken-Konzept sind, wohnen in Gehlsdorf.

 

Andere wirklich sinnvolle Gründe fallen uns nicht ein, denn die Brücke bringt absolut keine Entlastung für den innerstädtischen Verkehr, bringt also keinen wirklichen Mehrwert und wird allein deshalb zum reinen Prestige- und Präsentationsobjekt der Hansestadt. Dieses Projekt müsste bei den Kosten – Nutzen -Gegenüberstellung bei jedem Normaldenkenden gnadenlos durchfallen. Bezeichnend, dass 70 Prozent der Bürgerschaft diesem Projekt zugestimmt hat… 

 

Ganz großer Unterstützer des Brückenprojektes ist der Umweltverband BUND Rostock mit einer sehr bizarren Begründung. Dieses haben wir schon sehr ausführlich in dem Beitrag „BUND e.V. gegen IGA!“ behandelt, den Sie unter dem nachfolgenden Link finden:

https://www.rostocker-tradischiff-freunde.de/startseite/bund-e-v-gegen-iga/

Sowohl die Stadt Rostock und der BUND zäumen das Pferd von hinten auf und wollen erst die Brücke bauen, den Autoverkehr in der Stadt Rostock weiter einschränken, um die Rostocker und die Besucher Rostocks zur vermehrten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, zu Car-Sharing und zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen. Haben sich unsere Stadtpolitiker mal ernsthaft gefragt, weshalb sich die Rostocker lieber mit ihrem PKW täglich in den Stau stellen, als die öffentlichen Verkehrsmittel oder die Fahrräder zu benutzen?

Im 800sten Jubiläumsjahr der Stadt Rostock, einem Jahr mit sehr vielen Festlichkeiten und Veranstaltungen, zu denen zahlreiche Gäste und Touristen in die Stadt gelockt werden sollen, haben

dilettantische Verkehrsplaner für ein tägliches Verkehrschaos und Dauerstau in der Stadt Rostock gesorgt. Bei aller Notwendigkeit von Sanierungsarbeiten an und unter der Straße sollten die Baumaßnahmen so koordiniert werden, dass ein möglichst großer Verkehrsfluss in alle Richtungen erhalten bleibt. Das künstlich generierte Verkehrschaos erzeugt nicht nur hohen wirtschaftlichen Schaden, weil sich durch die langen Stauzeiten nicht nur die Lieferwege durch Umwege, die Lieferzeiten durch die Stauzeiten und die Treibstoffkosten erhöhen, sondern auch einen hohen Imageschaden durch Frust bei Besuchern, die aus verschiedensten Gründen mit dem PKW anreisen müssen. Zudem belastet das ständige Anfahren und Bremsen im Stau durch die Abgasemissionen die

Luft der Stadt um ein Vielfaches mehr als wenn der Verkehr flüssig liefe. Dahingestellt sei, ob man damit die Rostocker, Pendler und Besucher absichtlich in die öffentlichen Verkehrsmittel zwingen möchte, um mit den damit erwirtschafteten Geldern die ehrgeizigen und prestigeträchtigen Großprojekte, wie z.B. unter anderem die Brücke, finanzieren zu können…

Trotzdem, dass der Autofahrer täglich von der Rostocker Verkehrssituation genervt ist, nutzt er lieber sein PKW, statt die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu benutzen!

Worin liegen die Gründe?

1. Ein eigenes Auto gehört nach der Miete für ein Haus oder eine Wohnung oder nach dem Kredit für

    ein eigenes Haus oder einer Eigentumswohnung zur größten Investition im persönlichen Haushalt.

    Oftmals entstehen durch einen Kredit oder Leasing mehrjährige finanzielle Verbindlichkeiten.

    Durch wiederum müssen oftmals im privaten Finanzhaushalt andere Prioritäten gesetzt werden,

    weil dieses Geld für andere Ausgabe fehlt.

    (Bei Politiker-Gehältern mag der Anschaffungspreis eines PKW’s nicht der Rede sein aber für

    Werktätige, die oftmals auch nach über einem viertel Jahrhundert nach der Wende deutlich

    weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen, als die Westkollegen, die müssen sehr oft lange

    mühsam auf die Anschaffung eines privaten PKWs sparen

    Logisch dann, dass man die teuer erkaufte Flexibilität natürlich intensiv für sich und die Familie

    nutzt.   

2. Das Auto ist für einen privaten Haushalt kein Luxusgegenstand, sondern ein ganz dringend

    notwendiger Gebrauchsgegenstand um uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu

    können. In einer modernen Gesellschaft wird sehr hohe Flexibilität der Bürger schon   

     vorausgesetzt! Nicht jeder Arbeitsplatz liegt in der Nähe von öffentlichen Verkehrsmitteln. Und

     selbst wenn, sind diese oftmals nicht direkt zu erreichen so dass oftmals 1 oder 2 mal umgestiegen

     werden muss. Das erzeugt Wartezeiten bei Wind und Wetter und durch die vielen Stopps der

     Haltestellen verlängern sich die Fahrzeiten. Für Pendler sind die Bedingungen durch oftmals

     fehlende Alternativen noch viel schlimmer.

3. Die Öffnungszeiten bei Behörden, Institutionen, Unternehmen und vor allem bei Ärzten werden

     zunehmend immer arbeitnehmerunfreundlicher! Durch den Mangel an Kinderkrippen- und

     Kindertagesstätten-Plätzen in der Stadt werden die Eltern zu zusätzlichen langen Wegen, oft sogar

     In andere Stadteile gezwungen, die eventuell sogar in der entgegengesetzten Richtung zur Arbeit

     liegen. Selbst beim bestem Willen ist das ohne eigene PKW nicht zu bewältigen.

4. Stehen wieder mal Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst an, dann wird das meistens auf dem

     Rücken der arbeitenden Bevölkerung ausgetragen ohne Rücksicht auf die Konsequenzen für diese.

     Diese Arbeitskämpfe finden regelmäßig zur jeden neuen Tarifrunde statt und da hat der Bürger

      bei sehr langen Arbeitswegen oder schlechtem Wetter überhaupt keine Alternative, als den

      eigenen PKW zu benutzen!

5.  Rostock hat ein ziemlich wechselhaftes Küstenklima mit häufigen starken Winden. Nicht

      unbedingt ideale Bedingungen für Radfahrer. Zudem ist die Schönwetter-Periode nicht unbedingt

      jedes Jahr von Mai bis August. Das heißt, dass selbst die, die das Fahrrad aus Überzeugung

      intensiv nutzen, dieses wegen schlechten Wetters ab Herbst über den Winter bis Ende des

      Frühjahrs im Keller lassen, denn sie möchten ihre Arbeitskraft erhalten und gesund bleiben.

6.  Gemessen an den Einkünften sind die stetig steigenden Beförderungskosten des städtischen

      sehr hoch. Viele Familien müssten 2 Monatskarten und ggf. sogar noch Schülertickets für ihre

       Kinder bezahlen. Da der PKW aber aus den o.g. Gründen sowieso angeschafft werden musste.

       wird dieser auch dann vorzugsweise genutzt um Kosten zu sparen.

       Es gibt auch Familien, die aus verschiedenen Gründen keine Monatskarte für den Nahverkehr

       kaufen. Selbst wenn diese mal am Wochenende das Fahrzeug stehen lassen und die

       Nahverkehrsmittel nutzen wollen, dann werden diese durch die hohen Kosten der

       Tagesfahrkarten abgeschreckt. Da diese auch noch mit der Einschränkung der persönlichen

       Flexibilität einhergeht, wird dem privaten Fahrzeug der Vorrang gegeben.

       Müssen mehrere Familienmitglieder morgens in die gleiche Richtung um zur Arbeit oder zur

       Schule zu kommen, wird lieber der private PKW genutzt. Das ist deutlich sparsamer für die

       Haushaltskasse, als der Erwerb mehrerer sehr teurer Monats- und/oder Schülerkarten.

  7. Das Radwege-Netz innerhalb der Stadt ist lückenhaft und unkomfortabel. Der Weg, dass man

       einfach die Radwege auf die Straße verlegt ist falsch und unverantwortlich. Wie oben geschildert,

       ist aufgrund der fehlenden Angebote des öffentlichen Verkehrs und der hohe Preis einerseits

       und die Forderung einer sehr hohen mobilen Flexibilität an die Arbeitnehmer andererseits, der

       private Besitz eines PKWs zwingend notwendig. Der Autofahrer ist die „Melkkuh der Nation“ und

       wird bei den Anschaffungskosten, bei den Unterhaltungskosten, bei den Versicherungen und bei

       den Steuern sehr kräftig zur Kasse gebeten. Nicht genug damit! Zudem sinnen die Kommunen

       auch noch nach weiteren Möglichkeiten, um Geld aus den Autofahrern herauszupressen.

       Bedauerlicherweise ist Rostock in dieser Beziehung absolut keine Ausnahme!

       Das fängt an mit künstlicher Parkplatzverknappung um dann gebührenpflichtige Parkplätze in

       ungenügender Anzahl an den gleichen Orten anzubieten. Durch fehlende Parkplätze werden

       Falschparker generiert, die dann genüsslich durch den Ordnungsdienst der Stadt mit „Knöllchen“

       abgezockt werden. (Immer wieder zu beobachten bei Großveranstaltungen auf der IGA und der

       Hansemesse) Hanseatische Gastfreundschaft ist das wohl nicht, wie sich da Rostock seinen

       Gästen und Touristen präsentiert.

       Sinnloserweise werden für vorher gut funktionierende Verkehrswege künstlich Einschränkungen

       generiert, um unmittelbar nach der Umstellung umfangreiche Verkehrskontrollen an diesen

      Stellen durchzuführen. Bestes Beispiel dafür ist die Karl-Hopp-Straße, wo nach Abschluss von

      umfangreichen Erdarbeiten die Radfahrer plötzlich vom genügend breiten und von Fußgängern

      wenig frequentierten Gehweg auch die hochfrequentierte normal breite Straße geleitetet

      werden. Die Radfahrer behindern eindeutig den laufenden Verkehr, weil die Radfahrer bei den

      stetigen Gegenverkehr sehr schlecht überholt werden können. Die Konsequenzen sind Frust,

      Aggressionen und dann letztendlich äußerst gefährliche Überholmanöver durch Autofahrer.

      Entspanntes Fahren mit dem Fahrrad ist das auch nicht und schreckt auch deshalb viele Rostocker

      ab, selbst bei kurzen Distanzen und schönem Wetter das Fahrrad zu nutzen.

9.   Rostock würde als Ergänzung zu dem Straßennetz ein parallel sehr gut ausbautes Radwegenetz

       benötigen. Dieses muss so ausgelegt sein, dass sich beide Fahrrichtungen auch bei sehr intensiver

       Nutzung nicht gegenseitig behindern und natürlich auch nicht mit dem Fußgängerverkehr.

       Die Verkehrsführung sollte so gewählt werden, dass möglichst wenig Konfliktpunkte mit dem

       Straßenverkehr entstehen. Im Gegensatz zu den Autofahrern sind viele Radfahrer ungeschult,

       dadurch bei unübersichtlichen Verkehrssituationen schnell überfordert und neigen deshalb

       zu falschem spontanen und unvorhersehbaren Verhaltensweisen, die oft zu Unfällen führen.

       In dieser Situation ist dann der Radfahrer der eindeutig Schwächere, der nicht nur einer

       erheblichen Verletzungs- sondern sogar Lebensgefahr ausgesetzt ist.

10. Auch Fahrräder sind teuer in der Anschaffung und sind begehrtes Diebesgut. Solange es keine

       ausreichenden diebstahl- und vandalensicheren, möglichst kostenlosen Abstellmöglichkeiten in

       der gesamten Stadt Rostock (einschließlich an den Arbeitsstellen, bei den Behörden, Schulen

       usw.) geschaffen wurden, wird das Fahrrad als Alternative zum PKW für den Arbeitsweg kaum an

       Bedeutung gewinnen.

 

Dieser Exkurs war uns äußerst wichtig, weil in Rostock der Eindruck entsteht, dass unsere Stadtpolitiker sich in einem ganz hohen Orbit ganz weit weg von ihren Bürgern der Stadt bewegen und aus dieser arroganten Distanz bestimmte Dinge nicht mehr sehen oder sehen wollen!

Sie müssen aber die großen und sehr teuren Entscheidungen anhand der vorhandenen Realitäten in der Stadt Rostock treffen und nicht getrieben von vorwiegend Annahmen, eigenen Visionen und Wunschvorstellungen, wie es eventuell sein könnte. Was Rostock sich in Bezug Mobilität für die Zukunft vorstellt, wurde im Mobilitätsplan Zukunft Rostock (MOPZ 2017) im September 2017 in einem Dokument zusammengefasst. Wer an diesem Thema tiefergehend interessiert ist, findet dieses Dokument auch als Download unter dem nachfolgende Links:

 

https://ksd.rostock.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1013563

 

https://www.wirtschaftsrat.de/wirtschaftsrat.nsf/id/7693A38BD4B93E91C12581D8004E5464/$file/Pr%C3%A4sentation_MOPZ_HRO_Sep%202017.pdf

 

 

Zum Thema Fußgänger- und Fahrradbrücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf

 

Ein Warnowquerung mittel Brücke vom Stadtzentrum nach Gehlsdorf war schon in den 60er Jahren zu DDR-Zeiten ein Thema. Allgemein bekannt ist, das zu DDR-Zeiten ein privater PKW schon fast ein Privileg war. Der öffentliche Nahverkehr wurde sehr stark stattlich subventioniert und war dadurch sehr billig bei den Fahrpreisen. Aus dem Grund war hauptsächlich das Fahrrad eine gute Alternative für Kurzstrecken, da auch der Straßenverkehr nicht stark war.

 

2017 erschien ein erwähnenswerter Artikel in der Ostsee-Zeitung zum Thema Warnow-Brücke

( http://www.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Rostock/Neue-Bruecke-Stadt-will-ueber-der-Warnow-hoch-hinaus )

Dort wurde die Variante einer deutlich kürzeren und somit viel billigeren Brücke vom Kabutzenhof nach Gehlsdorf ins Gespräch gebracht diese würde nur eine Länge von 226 Meter lang. Durch die Kürze müsste dort ein anderes Konzept für die Passage des laufenden Schiffsverkehrs gefunden werden, da aufgrund der Kürze eine Brückenhöhe von mindestens 10 Meter nicht umsetzbar wäre.

Diese Idee wurde mit der Begründung abgelehnt, dass eine Klapp- und Drehbrücke dort den Verkehr stetig behindert, da diese gerade beim Großevent, wie der Hansesail stetig geöffnet und geschlossen werden müsste. Eventuell ist es ja eine Idee, das Problem mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Man gibt dem Schiffs- und Bootsverkehr auf der Warnow den Vorrang und öffnet die Brücke nur, wenn Fußgänger oder Radfahrer die Warnow überqueren wollen.

Aber die Stadt Rostock hat festgestellt, dass eine Brücke am Kabutzenhof für Fußgänger uninteressant ist!

Wenn eine Brücke dort schon für die Gehlsdorfer uninteressant ist, warum sollte dann die andere Brücke, die viel entlegener liegt, für die Gehlsdorfer interessant sein?

Wenn überhaupt eine Brücke, dann wäre die billigere am Kabutzenhof sicherlich mehr akzeptiert und sinnvoller, da die Brücke im Kabutzenhof viel näher zum Ortsteilzentrum Gehlsdorf liegt, der Weg aber zum Stadtzentrum ungefähr gleich lang wäre wie die Brücke zum Stadthafen. Zudem würden die Fußgänger an der Warnow vorbei an vielen gastronomischen Einrichtungen am Warnow-Ufer am Kabutzenhof kommen und vielleicht sogar zur Einkehr bewegen.

 

Unsere Stadtvertreter haben für sich alleine aber festgelegt, Rostock braucht unbedingt die 445 Meter lange Brücke und ca. 17 Millionen Euro teure Brücke, um die Innenstadt mit dem Rostocker Nordosten zu verbinden.

Dieses Projekt wird auch durchgezogen, wenn Rostock die BUGA nicht bekommen sollte!

 

Aus folgenden Aspekten und offenen Fragenbegründen wir unsere strikte Ablehnung zu diesem Brücken-Projekt:

1.  Gehlsdorf, der einzige Ortsteil, dem die Brücke nach der BUGA 2025 bzw. ohne die BUGA 

      überhaupt nutzen würde, hat gerade mal 4639 Einwohner (Stand 31.03.2018). Bliebe

      festzustellen, wer von den Einwohnern auf der anderen Seite der Warnow arbeitet bzw.

      regelmäßig auf der anderen Warnowseite zu tun hat. Dann wären die Wege interessant

      vom Wohnort zur Brücke und von der Brücke zum Zielort. Kürzere Strecken sind nur für

      Fußgänger interessant, längere nur noch für Radfahrer! Wie viele Gehlsdorfer gehören

      zu den passionierten Radfahrern, die das Fahrrad bei Wind und Wetter nutzen?

      Erst wenn diese Zahlen erhoben wurden, kann man Kosten und Nutzen des Brückenbaues

      seriös ermitteln.

2.  Im Stadteil Toitenwinkel sol auf der Freifläche zwischen dem Stadtteil- und Begegnungszentrum

     Toitenwinkel und dem Jugendklub Alte Schmiede ein neuer Bürgerpark entstehen. Ab Sommer

     2019 soll mit der Umsetzung begonnen werden. Da der neue Bürgerpark sehr wohnortsnah ist,

     wird er sicherlich eine hohe Akzeptanz finden. Somit wäre das BUGA-Gelände für die Nachnutzung

     durch die Toitenwinkler Einwohner uninteressant und erst recht die Brücke.

3.  Ende 2019, Anfang 2020 soll eine moderne elektrisch betriebene Fähre die veraltete, mit

      Verbrennungsmotor fahrende Fähre ablösen. Da diese Fähre dann auf dem höchsten

      Entwicklungsstand sein wird, wird der tägliche Einsatz flexibel an die Bedürfnisse der

      Fahrgäste anpassen lassen. Momentan finden max. 97 Gäste auf der alten Fähre  Platz

      und durch sie werden jährlich 140 000 Passagiere befördert. Bliebe zu ermitteln, welche

      Gehlsdorfer der Brücke vor der Fähre den Vorzug geben würden.

      Anmerkung:

      Das Neptun Hopper-Konzept geht da einen Schritt weiter, indem es mehrere bedarfsgerecht

      verteilte Anlegestellen in Gehlsdorf und auf der Stadt Seite der Warnow vorsieht. Somit würde

      Einwohner, die im Norden Gehlsdorfs wohnen die Möglichkeit haben, per Fähre direkt

      in die Stadt oder zur Arbeit z.B. auf das Gelände der ehemaligen Neptunwerft zu kommen.

      Das Neptun Hopper-Konzept soll in einem eigenen Beitrag ausführliche behandelt werden.

4.  Wieder mal fehlt eine echte Bürgerbeteiligung, deshalb ist die Akzeptanz dieses Bauwerkes

     durch die Mehrheit der Rostocker äußerst fraglich.

5.  In jeder Beziehung fehlt die Transparenz beim Brücken-Projekt. Bisher konnten wir keine

      vollständigen Brückendaten ermitteln. Nur über die lokale Presse wurden die ungefähre

      Länge, Breite und Höhe genannt, nur so ungefähr: Sie soll ca. 445 Meter lang, 6 – 8 Meter

      breit und für die Passage von Schiffen und Segelbooten eine Durchfahrtshöhe von ca.

      10 bis 12 Meter bieten. Ganz genaue und umfassenden Angaben zur Brücke aus erster

      Hand, nämlich denen die die Baukosten für dieses Bauwerk kalkuliert und dieses Projekt

      in die BUGA-Bewerbung aufgenommen haben, haben wir nicht herausfinden können.

      Für die Allgemeinheit werden diese Daten unter Verschluss gehalten!

      Uns würde die Daten wie die exakte Länge, die exakte Breite, die exakte Durchfahrts- und

      Bauhöhe und sehr die gewichtsmäßige Belastbarkeit und das Schwingungsverhalten.

      Wie ist die Trennung des Fuß- und Fahrradverkehrs auf der Brücke vorgesehen und

      und wie soll der Verkehr mit den autonomen Bussen auf der hoch frequentierten

      Brücke geregelt werden. Schließlich gehen die Kalkulationen der Stadt von täglich

      10 000 Besuchern der BUGA aus!!!

  6. Wie seriös sind überhaupt die kalkulierten Baukosten von 17 Millionen Euro?

       Hat man Angebote von Ingenieurbüros, von Wasserbaufirmen, von Stahl- und

     Maschinenbaufirmen von Landbaufirmen etc. belastbar ausgewertet und mit

     einem Risikozuschlag summiert?  Oder sind die 17M€ eine Mischkalkulation

     von ähnlichen Bauwerken und welchen dann?

     Eine Brücke mit Klappe muss ständig gewartet und gesichert werden. Das kostet

     Fachpersonal.

     Wer betreibt die Brücke, welche niemals Geld generieren wird?

  7. Die momentan kalkulierten 17 Millionen Euro Baukosten für die Brücke- beinhalten diese

       auch schon den eventuell in Aussicht gestellten Shuttle-Verkehr mit autonomen Bussen.

       Der größte auf dem Markt gebotene autonome Bus wird von der Firma NAVYA

       ( http://navya.tech/en/autonom-en/autonom-shuttle/ ) mit der Passagierkapazität von 15

       Personen ist mit max. 25 km/h unterwegs, ist 4,75 m lang, 2 ,11 m  breit und 2,65 m hoch.

       Maximal zulässiges Gewicht sind stattliche 3450 kg. Das stellt natürlich bedeutend größere

       Anforderungen an die Statik und das Schwingungsverhalten der Brücke

       Dürfen mehrere autonome Busse gleichzeitig auf der Brücke unterwegs sein?

   8. Wurden die Anschaffungs- Wartungs- und Personalkosten für die autonomen Busse in der

        Kostenkalkulation für die Brücke bzw. für das BUGA-Projekt berücksichtigt?

        Die Kosten für ein einzelnes Fahrzeug werden zwischen 200 000 bis 300 000 Euro angegeben.

        Also günstigenfalls schlagen 5 Busse mit einer Million Euro zu Buche plus die Infrastruktur

        für das Aufladen und für die Wartung der Busse. Dazu kommen noch weitere Kosten im

        Unterhalt. Schließlich muss jeder Bus aus Sicherheitsgründen doch noch mit einem Fahrer

        besetzt werden.

        Wie viele Busse sollen für die 170 Tage BUGA gekauft werden?

        Wie sehen die Sicherheitskonzepte bei Begegnungsverkehr, bei Unfall oder gar bei einem

        Brand im Bus aus?

        Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich eine wirklich seriöse Grundlage für eine

        Kostenprognose.

  9. Da man jetzt plötzlich von einer städtebaulichen Notwendigkeit für den Bau der Brücke

         festgelegt hat, müssten ja belastbare Zahlen für die Nutzung der Brücke durch Fußgänger

         und Radfahrern vorliegen, insbesondere nach der BUGA 2025 bzw. auch für den Fall, ohne

         die BUGA 2025. (Die Brücke soll ja auch gebaut werden, wenn die BUGA nicht nach Rostock

         kommt!)

         Aufgrund der Lage der Brücke ist sie vorwiegend nur für die Gehlsdorfer Einwohner interessant.

         Lohnt es sich tatsächlich 17 Millionen Euro für einige wenige Fahrradfahrer aus Toitenwinkel

         zu investieren?

         Die Entfernungen mit dem Fahrrad und erst recht zu Fuß für die Toitenwinkler und Dierkower

         zum Brückenkopf in Gehlsdorf sind viel zu weit! Wir haben diesem Thema einen eigenen

         Beitrag gewidmet:

       ( https://www.rostocker-tradischiff-freunde.de/startseite/buga-2025-visuell/ )

   10. Wird die Brücke und werden die autonomen Busse gefördert. Wie sicher ist es, dass die

          Fördermittel wirklich in dem kalkulierten Gesamtvolumen von ca. 55 Millionen Euro auch

          gezahlt werden.  Der Fall der IGA zeigt doch ganz deutlich, dass Fördermittel nicht intensiv

          durch Nachnutzung der Investitionen größtmöglichste, nachhaltige Effekte bringen, in der

          Rostocker Stadtregierung eine Wegwerf-Mentalität herrscht. Die Stadt will lieber alles neu

          bauen und möglichst viel durch Fördergelder bezahlen lassen, statt die schon auch mit

          Fördermitteln in Millionenhöhe gebaute und vorhandene Infrastruktur zu nutzen.

          Ob das Land Mecklenburg-Vorpommern diesen verantwortungslosen Umgang mit

          Steuer- und Fördergeldern unterstützt und in welcher Höhe, das ist bisher noch nicht

          bekannt.

  11.  Ein Brückenbau in diesen Dimensionen ist ein erheblicher Eingriff in die Natur. Gibt es

          überhaupt schon entsprechenden Umweltverträglichkeits-Gutachten und entsprechende

          Genehmigungen aller zuständigen Behörden?

          Wie sieht der Plan B aus, falls Rostock Ausrichter der BUGA 2025 wird aber das

          Genehmigungsverfahren für die Brücke scheitert, bzw. die Kosten explodieren oder aus

          anderen Gründen der Brückenbau abgelehnt wird. (Der nächste Oberbürgermeister der

          Hansestadt Rostock könnte z.B. sich als Gegner des Brückenbaus herausstellen und den

          Bau blockieren.)

   12. Als Hauptargumente für die Brücke wurde die dauerhafte Passage-Möglichkeit der Brücke

          24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für Radfahrer, Fußgänger und Rollstuhlfahrer

          angegeben.

          Der BUND geht seiner Argumentation noch ein paar Schritte weiter:

          Fähren wären zu unsicher, da diese nicht bei Sturm, Eisgang und Hochwasser verkehren und

          es zu technischen Ausfällen kommen kann. Außerdem würde nach 20 Uhr keine Fähre

          mehr verkehren. Mehr dazu unter dem nachfolgenden Link:

          BUND e.V. gegen IGA!     

       Diese Argumentation ist völlig sinnbefreit und geradezu lächerlich:

          Auch eine Brücke unterliegt den täglichen Witterungseinflüssen! Mal davon abgesehen,

          dass Fußgänger und Radfahrer auch im normalen Stadtverkehr äußerst selten bei Sturm,

          Regen, Schnee, Eis und im Hochwassergebiet unterwegs sind, auch Brücken werden bei

          Extremwetterlagen wie Sturm, Schnee und Eis durch die Betreiber gesperrt, wenn die

          Sicherheit der Benutzer nicht garantiert werden kann.

   13. Offenbar wurden die Gehlsdorfer selbst nie danach gefragt, ob sie die BUGA, vor allem aber,

          ob sie die Brücke wirklich brauchen und wollen.

          Die Brücke wollen in der Hauptsache nur  Radfahr-Enthusiasten, die bei Wind und Wetter mit

          dem Fahrrad unterwegs sind. Aber wie viele sind das? Wieviele Gehlsdorfer passieren täglich

          die Warnow mit der Fähre. Sehr wenig, so dass schon oft genug die Einstellung der Fährlinie

          am Kabutzenhof im Gespräch war.

          In Gehlsdorf macht sich derweilen immer mehr Frust über die Brückenbaupläne breit. Viele

          Einwohner dort halten sie für absolute Geldverschwendung, denn viele von ihnen sagen schon

          jetzt, dass sie die Brücke nicht brauchen und nicht benutzen würden.

          Die größten Befürchtungen gehen jedoch dahin, dass die Party-Touristen vom Stadthafen über

          die Brücke nach Gehlsdorf am Warnowufer entlang ziehen, um dort am Ostufer ihre private Feiermeile

          einrichten. Dann wird gegrillt, gegesssen, getrunken, laut Musik gehört und gefeiert. Zurück bleibt

          der Müll, so wie er entlang des Warnowufers im Stadthafen bis hin zum Gelände der ehemaligen

          Neptunwerft zu finden ist.

          Sicher würde die Brücke auch nicht von dem Müll und von Sprayern verschont bleiben, so dass

          sich das geplante Prestigeobjekt zum Schandfleck im Zentrum der Stadt entwickeln könnte.

          Also selbst die Gehlsdorfer sind gar nicht begeistert von der Brücke und auch die Pläne im Rahmen

          der BUGA den Hechtgraben zu bebauen, stößt auf Ablehnung. 

          Viele Gehlsdorfer, so ist zu vernehmen, würden sofort eine Liste gegen den Bau der Brücke

          unterschreiben!!!

           

Vorteile der Brücke

-  Verkürzt für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer aus Gehlsdorf den Weg ins Stadtzentrum.

-  Die Passage ist jederzeit mit höchster Passagekapzität je nach Brückenbreite möglich. Für die

    BUGA 2025 wird mit 10 000 Besuchern täglich gerechnet. 4 Fähren mit einer Kapazität von

    40 Fahrgästen, die alle 10 Minuten fahren, würden eine vergleichbare Transportkapazität bieten!

    Wenn der Bedarf nach der BUGA nicht mehr da wäre, könnten die Fähren flexibel an anderer

    Stelle eingesetzt werden.

-  Keine Wartezeiten für die Passage.

-  Schöne Aussichtsplattform auf das BUGA-Gelände, auf Gehlsdorf, auf den Stadthafen und auf die

    Stadtsilhouette.

 

Nachteile der Brücke

- Sie ist eine riesige Baumaßnahme, welche durch zusätzlichen Bauverkehr, Rammarbeiten und

   Schichtbetrieb am Bau Lärm- und Lichtbelästigung für Anwohner mit sich bringt.

- Diese Baumaßnahme ist ein gewaltiger Eingriff in  die Natur.

- Die Brücke ist ein statisches Objekt! Der Standort der Brückenköpfe werden einmal festgelegt

   und bestehen so über die gesamte Lebensdauer der Brücke. Sind die Prognosen zur Nutzung der

   Brücke falsch, weil der Brückenzugang für die Wohngebiete im Nordosten der Stadt zu weit sind,

   dann ist das nicht mehr zu korrigieren.

- Die Brücke soll 5% Steigung haben, um für z.B. für Rollstuhlfahrer barrierefrei zu sein. Möchte der

   Rollstuhlfahrer die Brücke nur einmal queren, dann geht es die Hälfte der Brücke nur bergauf für

   Ihn. Das sind ungefähr 220 m. Bleibt zu hoffen, dass er kein Gegenwind hat. Dann geht es wieder

   ca. 220 Meter bergab. Da braucht er gute Bremsen und für die gesamte Querung sehr gute

   Kondition und Konzentration. Wenn er dann noch etwas weiter weg in Gehlsdorf wohnt und über

   Die ca. 200 m lange Schnickmann-Straße, die auch eine Steigung hat, ins Stadtzentrum möchte,

   dann hat der Rollstuhlfahrer eine athletische Meisterleistung vollbracht. Ob er dann den Weg

   zurück schafft nach Gehlsdorf schafft – da haben wir so unsere Zweifel.

- Für Fußgänger vom Ortszentrum Gehlsdorf in die Innenstadt ist der Weg sicherlich auch zu lang. 

   Vor allem dann, wenn man Einkäufe in der Stadt plant, dürfte der lange Weg noch beschwerlicher

   werden.

 - Für uns ist eher unwahrscheinlich, dass der Vorteil zur Brückenquerung tatsächlich genutzt wird:

   Dass Radfahrer bei Eisgang, Sturm oder Hochwasser die Warnow queren, das halten wir

   für unwahrscheinlich. Dass die Brücke tagtäglich auch nach 20:00 Uhr von Radfahrern,

   Rollstuhlfahrern und Fußgänger benutzt wird, ist höchst spekulativ und an der Realität vorbei.

   Die Sicherheit ist nachts weder auf der Brücke noch auf den einsamen Zugängen nach Gehlsdorf

   und auf das BUGA-Gelände gegeben. Welche Frau, welches Paar, welcher einzelner Spaziergänger,

   insbesondere im fortgeschrittenen Alter, würde die Brücke nach Einbruch der Dämmerung

    nutzen?

 - Radfahrer werden wohl selten zum Einkauf fahren, somit bliebe die Brücke in der Hauptsache für

    Radwanderer. Da die Brücke auf Gehlsdorfer Seite sehr abgelegen und versteckt liegt, dürfte dort

    hauptsächlich nur von Ortskundigen gefunden werden.

    Die Kosten dürften somit in absolut keiner Relation zur Nutzung stehen. Mit anderen Worten:

    Sie ist ein Prestigeobjekt, eine wahnsinnig teure Fehlinvestition und in der Hauptbestimmung

    eine sehr teuer erkaufte Aussichtsplattform.

  - Die Brücke ist ein riesiges monströses Bauwerk! Die Warnow wird optisch geteilt, da man von

     Stadthafen keinen ungestörten Blick auf die große Wasserfläche in Richtung Holzhalbinsel hat.

     Somit hat man die Chance vertan, auf der großen Wasserfläche z.B. eine einzigartige Wasserspiel-

     Attraktion zu installieren. Auch der freie Blick vom BUGA-Gelände auf den Stadthafen ist versperrt,

     so dass dort das Treiben z.B. zur Hansesail nur mit Sichtbehinderungen vom BUGA-Gelände

     beobachten kann.

  - Auch mit Klappeinrichtung und einer lichten Höhe von ca. 10 bis 12 m wird der Segel und

     Schiffsverkehr eingeschränkt. Da die Brücke eine Neigung von nur 5% hat, ist der überwiegende

     Teil der Brücke zu niedrig, um von Segelbooten und großen Schiffen passiert werden zu können.

     Das bedeutet eine Kanalisierung des Schiffsverkehrs auf Brückenmitte und somit können

     Wartezeiten sowie gefährliche Situationen entstehen, da Segler sehr stark auf Windeinflüsse

      reagieren.

   - Für die Brücke muss Wartungspersonal eingestellt werden und auch die regelmäßigen

      Inspektionen und Wartungen generieren über den gesamten Lebenszyklus der Brücke stetig

      Kosten.

    - Ist die Brücke erst einmal gebaut und sie bringt nicht die prognostizierten Effekte für die Stadt,

       dann ist die Brücke eine Fehlinvestition, die über Jahrzehnte hinweg Kosten generiert.

       Da eine Brücke statisch ist und nicht deshalb den realen Anforderungen entprechend umgesetzt

      werden kann endet sie als Investitionsruine oder müsste zur Kostenminimierung des

      Stadthaushaltes für sehr viel Geld wieder abgerissen werden.

    - Da die Brücke kostenlos genutzt wird, erfolgt nicht ein einziger Euro Refinanzierung. Die Brücke

       wird den Stadthaushalthaushalt ewig mit Kosten belasten, ohne dass die Stadt einen wirklichen

       Mehrwert davon hat. Letztendlich wird sich die Brücke als große Verschwendung von

       Steuergeldern erweisen!

 

Fazit:

Dass die Bürgerschaft dem Projekt zum Bau der Brücke zugestimmt hat beweist uns nur, die die Bürgerschaftsmitglieder ihren Wählerauftrag nicht erfüllen. Sie nicken Beschlüsse einfach ab, um nicht mal zumindest ein bisschen über die Realitätsnähe des Brückenprojektes nachzudenken.

Auf viele hier vorgebrachte Argument hätten sie selbst kommen können. Dann wären sie auch zu dem einzig vernünftigen Schluss gekommen:

Für die paar Radfahrer in der warmen Jahreszeit lohnt sich die Großinvestition von 17 Millionen Euro

nicht. Für dieses Geld sollte man das Konzept des Neptun Hoppers umsetzen. Das sind hochmoderne

elektrische Fähren deren Anlegestellen und Fahrzeiten flexibel jederzeit den gegebenen Bedingungen

angepasst werden können.

 

Hier der Link zum Neptun Hopper-Konzept:  Hopper statt Brücke

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