BUGA 2025 visuell

Hier möchten wir anhand von Kartenmaterial verdeutlichen, was in der BUGA-Bewerbung so nicht auf den ersten Blick zu entnehmen ist:

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

  Übersicht über Hauptprojekte zur BUGA 2025
1 Deckelung L22
2 Markthalle
3 Aufschüttung Christinenhafen
4 Archäologisches Landesmuseum
5 Fußgänger- und Fahrradbrücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf (Länge 450 m)
6 Stadtstrand Fährhufe
7 BUGA-Park (Hauptgelände)
8 Hauptattraktion der BUGA: Gipfelspielplatz, große Parkbühne und BMX-Track
9 Neues Wohngebiet Warnow-Quartier
10 BUGA-Parkplätze Dierkower Damm
11 Fahrradbrücke (Länge ca. 170 m)

Anmerkung:

Die Übersicht enthält nur die Projekte, wo am meisten Investionen in Gebäude und Infrastruktur erfolgen müssen.

Eine komplette Übersicht zu den Plänen der BUGA erhalten sie unter folgendem Link:

http://rathaus.rostock.de/sixcms/media.php/1068/Bu%CC%88rgerinfo.pdf

 

Auf 2 Dinge möchten wir hinweisen:

Alle Kosten in dem Konzept angegeben Kosten sind reine Schätzungen, also Spekulationen. Die wirklichen Kosten

erst nach der Ausschreibungsphase der einzelnen Projekte ab 2019 real benannt werden. Zudem sind wir nicht

sicher, dass wirklich alle Kosten aufgeführt wurden, wie z.B. die Fahrradbrücke zwischen dem Industriegebiet Dierkower Damm und der Holzhalbinsel, die immerhin eine Länge von ca. 170 m haben wird.

Außerdem haben wir festgestellt, dass Rostock unter dem Deckmantel der BUGA 2025 ein komplettes exklusives Wohngebiet etablieren. Für den "Otto-Normal-Bürger" wird das wohl kaum erschwinglich sein. Warnow-Quartier heißt

dieses faule Kuckucksei in den Bewerbungsunterlagen zur BUGA.

Unsere Frage ist, was ein Nobelwohngebiet in einem Gartenausstellungskonzept oder der in der touristischen Entwicklung des Stadtzentrum zu suchen hat?

Ohnehin ist die gesamte BUGA 2025 für die Rostocker ein faules Kuckucksei. Diesem haben wir einen ausführlichen Beitrag gewidmet, der unter dem nachfolgenden Link zu finden ist:

BUGA 2025-Faules Ei

 

 

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

  Länge der Fußwege zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne der BUGA  
1 Straßenbahnhaltestelle "Lange Straße" bis zur Fußgänger- und Fahrradbrücke 370 m
2 Fußgänger- und Fahrradbrücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf 450 m
3 Fußgänger- und Fahrradbrücke bis zum eigentlichen Beginn des eigentlichen BUGA-Parks 600 m
4 Beginn BUGA-Park bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 520 m
  Gesamtwegstrecke vom Brückenanfang Stadthafen bis zum Gipfelspielplatz/Parkbühne hin 1570 m
  Gesamtwegstrecke vom Brückenanfang Stadthafen bis zum Gipfelspielplatz/Parkbühne hin und zurück 3140 m
  Gesamtwegstrecke von Straßenbahn bis zum Gipfelspielplatz/Parkbühne hin 1940 m
  Gesamtwegstrecke von Straßenbahn bis zum Gipfelspielplatz/Parkbühne hin und zurück 3880 m
5 Haupteingang BUGA am Stadthafen bis zur Holzhalbinsel 990 m
6 Holzhalbinsel bis ungefähr zum BUGA-Eingang Dierkow über die neu zu bauenden Fahrradbrücke

560 m

7 Ungefähr BUGA-Eingang Dierkow bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 730 m
  Gesamtwegstrecke Haupteingang BUGA am Stadthafen zu Gipfesspielplatz/Parkbühne hin 2280 m
8 Straßenbahnhaltestelle Dierkower Damm bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 860 m
9 Hauptattraktion der BUGA: Gipfelspielplatz, große Parkbühne und BMX-Track  

Anmerkung:

Alle Entfernungsangaben wurden mit der Lineal-Funktion von Google-Earth ermittelt und sind als Luftlinie gemessen. So sind die Entfernung nur ein grober Richtwert zur kürzesten Entfernung zwischen den beiden angegeben Punkten.

 

Um ungefähr eine Vorstellung von den Entfernungen zu haben möchten wir einen bildhaften Referenzweg angeben:

Die Entfernung zwischen dem Rostocker Rathaus und dem Kröpeliner Tor (die Haupteinkaufsmeile) beträgt ca. 760 m.

 

Unter dem Aspekt der allgemeinen demografischen Entwicklung werden auch viele ältere Besucher und Touristen auf der BUGA zu erwarten sein. Nicht alle werden mit dem PKW anreisen und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen (müssen).

Der Weg von der Straßenbahnhaltestelle "Lange Straße" in Richtung BUGA-Haupteingang Stadthafen hat eine abschüssige Steigung wie auch auf Fußgänger- und Fahrradbrücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf ein Höhenunterschied von 10 m zu bewältigen ist. Dieses dürfte insbesondere für Behinderte mit Rollstuhl von Belang sein. Dort wo man anfangs die Steigung heruntergefahren ist muss man auf dem Rückweg, wo man doch schon nicht mehr so fit ist, die Steigung wieder hoch fahren. Nicht zu vergessen sind auch Familien mit kleinen Kindern. Da dürfte gerade bei heißem Wetter

die Weglänge von fast 4 km hin und zurück (schließlich bewegt man sich ja auch noch im BUGA-Park selbst) schon sehr

anstrengend werden!

Die in der BUGA-Bewerbung angegebene Möglichkeit des autonomen Shuttle-Verkehrs mit Elektrobussen ist blanker Nonsens. Das autonome Fahren (automatischen Fahren ohne Fahrzeugführer) ist technologisch noch gar nicht ausgereift und zugelassen. Wer will tatsächlich (autonome) Shuttle-Busse über eine 6 m-Breite Fußgänger- und Fahrradbrückefahren lassen, auf der ein sehr starker Besucherverkehr kanalisiert ist? Zudem ist die Frage, ob den momentan kalkulierten Preis die Brücke überhaupt solche Fahrzeuge im Dauerbetrieb innerhalb der 170 Ausstellungstage tragen darf und kann. Zudem wurde das nur als Möglichkeit in den Bewerbungsunterlagen angegeben, was bedeutet, dass der Anschaffungs- und der Unterhaltungspreis für die Busse noch gar nicht mit in die BUGA-Bewerbung eingeflossen sind und es eher davon auszugehen ist, dass diese bei der BUGA nicht fahren werden! 

 

 

 

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

  Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadthafen zum BUGA-Park Dierkow
1 BUGA-Haupteingang Stadthafen bis Straßenbahnhaltestelle "Lange Straße" (270 m)
2

Linienführung der Straßenbahn von der "Langen Straße" bis zum BUGA-Park Dierkow

(5 Stationen mit der Straßenbahn bis Haltestelle "Dierkower Damm" (Fahrzeit 10 min)

3 Straßenbahnhaltestelle "Dierkower Damm" bis Gipfelspielplatz und große Parkbühne
4 Hauptattraktion der BUGA: Gipfelspielplatz, große Parkbühne und BMX-Track

Wer beide Ausstellungsgebiete der BUGA im Stadthafen und im BUGA-Park Dierkower Damm besuchen möchte, diesen

aber aus verschiedensten Gründen den langen Weg nicht zu Fuß zurücklegen kann oder will und zudem noch auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, der muss die Straßenbahn benutzen. Dazu muss der Tourist der Besucher aber wissen, mit welcher Straßenbahnlinie er die Haltestation"Dierkower Damm" von der Haltestelle "Lange Straße" aus erreicht. Obwohl die 5 Stationen in nur 10 Minuten Fahrzeit bewältigt sind, ist das äußerst umständlich. Zumal noch nicht geklärt ist, ob ein Eintrittsticket (immerhin soll es für einen Erwachsenen 20 Euro kosten) gleichzeitig als Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden kann.

 

 

 

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

 

Entfernungen zur Fußgänger- und Fahrradbrücke auf Gehlsdorfer Seite

zu den Zentren der Ortsteile im Rostocker Nordosten

 
1 Fußgänger- und Fahrradbrücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf (Länge 450 m)  
2 Fahrradbrücke vom Industriegebiet Dierkower Damm zur Holzhalbinsel (Länge 170 m)  
3 Ortskern Gehlsdorf bis Fußgänger- und Fahrradbrücke 1260 m
4

Ortskern Toitenwinkel bis Fußgänger- und Fahrradbrücke

2330 m
5

Ortskern Dierkow-West bis Fußgänger- und Fahrradbrücke

1670 m
6 Wohngebiet Dierkower Kreuz bis Fußgänger- und Fahrradbrücke 1960 m
7 Ortskern Dierkow-Neu bis Fußgänger- und Fahrradbrücke 2700 m
8 Ortskern Dierkow-Ost bis Fußgänger- und Fahrradbrücke 2380 m

Die grundsätzliche Frage ist, wie wird die mit immerhin 17 Millionen Euro Baukosten veranschlagte Fußgänger- und Fahrradbrücke nach Gehlsdorf von den Bürgern im Rostocker Nordosten wirklich genutzt, wenn die BUGA vorbei ist?

Schaut man sich die mitteren Entfernungen zu den Ortsteilzentren im Nordosten Rostocks an, so bleibt ganz stark zu vermuten, dass wohl hauptsächlich die Gehlsdorfer und eventuell noch einige ganz sportliche Toitenwinkler diese Brücke nutzen werden.

Für die Dierkower Stadtgebiet wird wohl die geplante Fahrradbrücke zwischen dem Industriegebiet "Dierkower Damm" und dem Holzhafen bevorzugt werden, wenn diese mit dem Fahrrad ins Stadtzentrum wollen. Diesbezüglich wäre eine Bedarfsanalyse sehr empfohlen.

Sicher, Besucher und Touristen würden die Brückenverbindung zwischen Rostock und Gehlsdorf für einen Spaziergang und als schönen Aussichtspunkt nutzen. Da die Nutzung der Brücke jedoch kostenlos ist, wird diese nicht refinanziert und kostet zudem noch Unterhalt. Somit hätte sie den Status eines Luxusbauwerkes für das zu klären wäre, ob nicht andere, für die Rostocker Allgemeinheit viel wichtigere Investitionen zu priorisieren wären.

 

 

 

 

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

 

Entfernungen zum Gipfelspielplatz und der großen Parkbühne (BUGA)

zu den Zentren in den Ortsteilen im Rostocker Nordosten

 
1 Hauptattraktion der BUGA: Gipfelspielplatz, große Parkbühne und BMX-Track  
2 Ortskern Gehlsdorf bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne

2390 m

3 Ortskern Toitenwinkel bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 1640 m
4 Ortskern Dierkow-West bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 660 m
5 Wohngebiet Dierkower Kreuz bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 840 m
6 Ortskern Dierkow-Neu bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 1580 m
7 Ortskern Dierkow-Ost bis zum Gipfelspielplatz und zur großen Parkbühne 1280 m

Nach BUGA-Ende werden die Zäune des BUGA-Parkes abgebaut, so dass das Gelände für jedermann jederzeit frei zugänglich ist. Somit ist Vandalen und Diebe Tür und Tor geöffnet. Zurück bleibt der Gipfelspielplatz, die große Parkbühne

und der BMX-Track. Wirklich nutzen werden diese Einrichtung vermutlich vorrangig nur die Bewohner des Exklusiv-Wohngebietes Warnowquartier und eventuell Bewohner vom Wohngebiet Dierkower Kreuz.

Da dieser Spielplatz zu abgelegen ist, würde dieser von kleinen Kindern nur mit Eltern besucht werden. Wir gehen davon aus, dass es ein Rückzugsort für Jugendliche werden wird mit allen Nebenerscheinungen die dazu gehören wie z.B. Alkohol, eventuell Drogen, laute Musik, Schmierereien, Zerstörung usw. Bleibt eher fraglich, ob man sich dann noch insbesondere Kinder oder Frauen in den romantischen Abendstunden in diesem Park noch sicher und wohl fühlen.

    Für Touristen wird der Park sicherlich maximal bei Veranstaltungen in der Parkbühne noch eine temporäre Bedeutung haben!

 

 

 

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