BUGA 2025 - Faules Kuckucksei

Alle Entwicklungen zur BUGA 2025 sind unbedingt aus folgendem Kontext zu betrachten:

1. Oberbürgermeister Methling hat mit seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister von Anfang an

     auf seine Fahne geschrieben, das Traditionsschiff „Dresden“ vom IGA-Park in Schmarl in

     den Stadthafen zu holen. Diese Streitfrage ist durch einen Zeitungsbeitrag in der Ostseezeitung

     kurz nach seinem Amtsantritt 2005 durch ihn höchstselbst initiiert worden.

     Er hat einen entscheidenden Beitrag für die Anstrengung eines Bürgerbegehrens 2011 zur

     Verlegung des Traditionsschiffes geleistet und auch er hat maßgeblichen Anteil daran, dass die

     „Georg Büchner“ ihren Denkmal-Status verloren hat und somit zur Verschrottung freigegeben

      wurde. Letztendlich schaffte die „Vertreibung“ des Kulturschiffes „Stubnitz“ aus dem Stadthafen

      den ausreichenden Platz am Christinenhafen im Stadtzentrum, den er für das Traditionsschiff

      auserkoren hatte.

2.   Seit der Amtzeit von Herrn Methling 2005 hat die Stadtregierung unter seiner Leitungin Bezug

       touristischer Entwicklung des Stadthafens fast nichts zustande gebracht. Wir vermuten, dass die

       Umgestaltung unbedingt am Traditionsschiff mit Liegeplatz am Christinenhafen ausgerichtet

       werden sollte.

4.   Gleichzeitig wurden jegliche Bemühungen der Rostocker Bürgerschaft, die Hansemesse und die

       IGA touristisch zu entwickeln, aktiv durch den Oberbürgermeister Methling blockiert. Resultat

       waren der zunehmend sichtbare Verfall, das Verschwinden von Attraktionen, Zunahme von

       Brachflächen und auch die Abnahme von erstklassigen Veranstaltungen und Konzerten auf dem

       IGA-Gelände.

       Mit diesem bewusst herbeigeführten Attraktivitätsverlust gingen natürlich auch die

       Besucherzahlen enorm zurück.

5.    Dieses nahm der Oberbürgermeister Methling und die Rostocker Bürgerschaft zum Anlass 2015

        die Liquidation der IGA zu beschließen. Nur den Dringlichkeitsanträgen der Ortsbeiräte Groß         

        Klein und Schmarl ist es zu verdanken, dass die Liquidation bis dato noch nicht umgesetzt wurde.

        Für eine Firma, die sich offiziell quasi in der Liquidation befindet ist es nahezu unmöglich,

        langfristig Investoren, Sponsoren, Aussteller und Veranstalter zu finden, da keine

        Planungssicherheit besteht. Somit war Eigeninitiativer der IGA GmbH zur Entwicklung nicht

        möglich und war fast ausschließlich auf Gelder der Stadt angewiesen. Diese waren aber nicht

        genug, um den Verfall von Spielplätzen, Holzstegen und baulichen Attraktionen in den

        ehemaligen Nationengärten aufzuhalten.

6.    Schon 2016 stellte die Stadt Rostock dem Ortsbeirat in Schmarl Bebauungspläne

        vor, die auf dem Gelände der Hansemesse und der IGA eine Wohngebietsbebauung vorsahen.

7.    Die Aufsichtsratsvorsitzende des IGA-Parks, Frau Karina Jens soll im Januar 2017 von ihrem

        Posten entfernt werden. Dazu muss man wissen, dass Frau Jens sich mit ganzem Herzen und

        ganzer Seele für die IGA-Entwicklung eingesetzt hat. Deshalb sollte wohl diese mutige und

        streitbare Frau schon weg sein, bevor am 1. März 2017 dann durch die Bürgerschaft der

        Bürgerentscheid zur Standortfrage des Traditionsschiffes beschlossen wurde.

        Glücklicherweise ist der Entmachtungsversuch damals gescheitert.

 8.    Die Stadt Rostock führt eine recht undemokratische Kampagne in Vorbereitung des

         Bürgerentscheides. Eine maßgebliche Rolle spielt der „Maritime Rat“ der schon illegal

         eine Woche vor dem regulären Termin mit seinen Großplakaten Rostock regelrecht

         überschwemmt hat. Die rechtswidrige vorzeitige Ausbringung der Plakate wurde durch

         die Stadt Rostock unseres Wissens nach nie sanktioniert. Kein Wunder, stellte sich doch

         heraus, dass der Oberbürgermeister indirekt auch an der Finanzierung der Plakateaktion

         beteiligt war.

9.      Insbesondere der SPD mit ihrer Facebook- und Plakate-Aktion „TRADI bleibt“ und dem

          persönlichen Engagement des IGA-Managements durch den damaligen Geschäftsführer

          Herrn Hots-Thomas und noch vielmehr der Aufsichtsratsvorsitzenden Frau Jens bei dieser

          bei dieser Plakate-Aktion und ihren engagierten Auftritten für den Verbleib des

         Traditionsschiffes in Schmarl  bei den öffentlichen Informationsveranstaltungen ist es zu

         Verdanken, dass die Mehrheit der Rostocker Bürger mehrheitlich für den Verbleib des

         Traditionsschiffes in Schmarl stimmten. Zugleich wurde der Stadt somit der Wählerauftrag

         gegeben, endlich die Blockade der IGA aufzugeben und diese touristisch zu entwickeln.

10.   Im November 2017 schmeißt der Geschäftsführer der IGA, Herr Hots-Thomas das Handtuch und

         kündigt. Auf dessen Posten rückt kommissarisch Herr Matthias Horn. Dieser ist in erster Line

         Referent für Stadtentwicklung im Büro des Oberbürgermeisters Roland Methling und auch noch

         BUGA-Beauftragter der Stadtverwaltung.

11.   Herrn Horn sind riesige Wohngebietsbebauungsflächen in Biestow weggebrochen und auch

        die Diedrichshäger haben sich erfolgreich gegen ein Wohngebiet gekämpft, welches in einem

        Naturschutzgebiet gebaut werden sollte.

12.  So verwundert es auch nicht, dass schon bei der Ortsbeiratssitzung in Schmarl erneut die

        Bebauungspläne für Wohngebiete auf Flächen der IGA und der Hansemesse vorgestellt wurden.

13.  Im Februar 2018 veröffentlicht die Ostsee-Zeitung, dass auf einem anderen Gebiet der IGA

        eventuell die kombinierte Eis- und Schwimmhalle gebaut werden sollte.

14.  Im April 2018 wird Frau Karina Jens durch die Rostocker Bürgerschaft als

        Aufsichtsratsvorsitzende der IGA abgesetzt. Sie hatte sich sehr aktiv für die öffentliche

        Ausschreibung und Neubesetzung des IGA-Geschäftsführerpostens und für schnellstmöglichen

        Beginn der touristischen Entwicklung der IGA eingesetzt. Dieses widersprach offensichtlich

        dem, was die Stadt mit der IGA plant.

        Aufsichtsratsvorsitzende ist nun eine Dame, die erst seit ca. einem Jahr Mitglied der Rostocker

        Bürgerschaft ist und vorher in der Öffentlichkeit weder bezüglich des Traditionsschiffes, noch der

        IGA selbst, in Erscheinung getreten ist.

15.  Die Stadt Rostock Anfang des Jahres 2 Arbeitsgruppen gebildet, eine für die Entwicklung des

        Traditionsschiffes und eine für die Entwicklung des Traditionsschiffes „Dresden“. Leiter beider

        Arbeitsgruppen ist Herr Dr. Müller-von Wrycz Rekowski.

        Die Ergebnisse beider Arbeitsgruppen wurden am 09. Mai 2018 auf dem Traditionsschiff in einer

        öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung vorgestellt.

        Insbesondere die „Entwicklungspläne“ für IGA dokumentieren äußerst eindrucksvoll, dass bei 

        ihnen der mehrheitliche Willen der Rostocker vom Bürgerentscheid völlig egal ist:

        Folgende Punkte zur Entwicklung der IGA wurden inzwischen von der Arbeitsgruppe und der

        Bürgerschaft erarbeitet:

         - Nur noch ca. 15 – 20 Prozent der momentanen IGA-Fläche bleibt umzäunt, bewacht und

           eintrittspflichtig. Das ist das Gebiet direkt um das Traditionsschiff mit der historischen

           Schiffswerft und den maritimen Außenexponaten. Nur dieses Gebiet soll touristisch entwickelt

           werden indem z.B. dort das maritime Museum bzw. Erlebniszentrum gebaut werden soll.

           Der Bereich der Seebrücke mit den schwimmenden Ausstellungsstücken Schwimmkran „Langer

           Heinrich“, dem Hebeschiff „1. Mai“ und dem Betonschiff „Capella“ soll nicht mehr

           dazugehören, wie auch nicht mehr der Bereich der ehemaligen Nationengärten, das Fest- und

           Veranstaltungsgelände und auch nicht mehr der Bereich auf der Seite des Rosenhangs.

           Diese 80 bis 85 Prozent der momentanen IGA-Fläche soll zum Bürgerpark gemacht werden,

           bedeutet, dass die schützenden Zäune um das Gelände abgebaut werden und dieser Bereich

           nicht mehr bewacht und gesichert wird.

           Der IGA-Park soll dann für jedermann jederzeit zugänglich sein. Wie die in diesem Bereich noch

           vorhandenen Attraktionen vor Vandalismus und Diebstahl geschützt werden sollen, darüber

           hat die Arbeitsgruppe nicht nachgedacht. Immerhin befinden sich auf dem dann ungeschützten

           Gelände noch das IGA-Festzelt, der Weidendom, der Miniaturgarten, der Sportgarten, der

           Rosenhang mit dem großen Wasserspielplatz in dem Bereich, der Trimm-Dich-Pfad, der

            Chinesische Pavillon, der Japanische Garten, der Rhododendron-Park, der Leuchtturm und

            die oben schon erwähnte Seebrücke mit den 3 schwimmenden Ausstellungsstücken.

          -Auch soll die Bezeichnung IGA aus dem Parknamen verschwinden, das wäre rückwärtsweisend.

           Die Rostocker verbinden mit dem Namen IGA eine einzigartig schöne und gelungene

           Internationale Gartenausstellung der eine Parklandschaft mit einzigartigem schönen

           Flair hervorgegangen ist, der einzig durch die vernachlässigte Pflege der baulichen Substanz

           gelitten hat.

           Die Ortsbeiräte Schmarl und Groß Klein haben sich für den Erhalt des Namens „JGA-Park“

           eingesetzt.

          -Aus Altersgründen soll in spätestens 4 – 5 Jahren das IGA-Zelt abgebaut werden. Die Künstler

            bekommen dann die Möglichkeit ihre eigene Bühne mitzubringen – so der Vorschlag der

            Arbeitsgruppe…

          -Die Flächen rund um das Traditionsschiff und die der IGA sind in Zukunft gesondert zu

            betrachten. Während das Traditionsschiff und das Gebiet rundherum touristisch entwickelt

            werden sollen, sollen die Rostocker Bürger im abgewickelten IGA-Park (sie nennen es

           Bürgerpark) diesen als Begegnungs- und Erholungsstätte nutzen. Dort sollen die Rostocker

           dann unter sich sein. Eine touristische Nutzung ist dann nicht mehr vorgesehen.

 

            Hinweis: Mehr zu diesem Thema Abwicklungspläne der IGA finden Sie unter den beiden

             nachfolgenden Links:

             https://www.rostocker-tradischiff-freunde.de/startseite/ziel-ist-abwicklung-iga/

             und

             https://www.rostocker-tradischiff-freunde.de/startseite/abwicklung-iga-visuell/

     

Seit Sommer des vorigen Jahres ist Rostock auch schon sehr aktiv in Sachen BUGA 2025-Bewerbung. Nachdem durch den Bürgerentscheid durch die Rostocker Bürger der Verbleib des Traditionsschiffes an der IGA festgelegt wurde, konzentriert sich die Stadt hauptsächlich auf die BUGA 2025-Bewerbung und auf die damit verbundene Entwicklung des Stadthafens. Jeder Rostocker,

einschließlich der Bürger im Rostocker Nordwesten gönnt auch die Entwicklung der Stadtteile im

Rostocker Nordosten, einschließlich eines eigenen Stadtteilparks. So wäre gegen die BUGA 2025 aus erster Sicht rein formal überhaupt nichts einzuwenden. Allerdings entpuppt sich die BUGA 2025 bei ganz genauer Betrachtung als ein ganz faules, schon jetzt stinkendes Kuckucksei für die Rostocker!!!

Die BUGA 2025 hat vorrangig eine Alibi-Funktion unter deren Deckmantel der Immobilien-Lobby in Rostock riesige Immobilien-Projekte zugeschoben werden sollen. (Vielleicht als Trostpflaster dafür,

dass man es doch nicht geschafft hat, das Traditionsschiff in den Stadthafen zu holen.)

Es geht der Stadt Rostock nicht wirklich darum, den Bürgern im Rostocker Nordosten einen wirklich schönen und einzigartigen Wohngebietspark zu geben, der nach Ende der 170 Tage BUGA 2025 nachhaltig weitergenutzt wird! Auch dort werden die Zäune dann abgebaut, es gibt auch dort keine Bewachung und keinen Schutz für den Bereich des BUGA-Parks mehr. Auch hier sind dann Vandalismus und Diebstahl Tür und Tor geöffnet.

Was ist also das wirkliche Ziel, das die Stadt Rostock mit der Ausrichtung der BUGA 2025 wirklich bezweckt?

1.  Ganz gewiss ist man sich im Rostocker Rathaus ziemlich sicher, dass die vielen Projekte um die

      BUGA 2025 viele bisher noch nicht berücksichtigte Aspekte hervortreten können. Das birgt

      natürlich auch sehr große Risiken, für die diejenigen, die die Entscheidungen getroffen haben,

      später Rechenschaft ablegen und politische Verantwortung übernehmen müssen. Das ist auch

      ein Hauptgrund, dass die BUGA-Bewerbung mit keiner echten Bürgerbeteiligung regelrecht

      durchgepeitscht wurde.     

      Im Frühjahr 2019 wird der neue Oberbürgermeister für Rostock gewählt. Der bisherige

      Oberbürgermeister Roland Methling darf im kommenden Jahr aus Altersgründen nicht mehr

      kandidieren. Auch die Rostocker Bürgerschaft wird im kommenden Jahr gewählt. Wie es in der

      bekanntlich Politik so ist, sollten sich die Vorhersagen, Versprechungen, Kalkulationen,

      Besucherzahlen usw. als unzutreffend erweisen und dadurch die Kosten und Defizite für die Stadt

      Rostock in die Höhe getrieben werden, dann wird der neue Oberbürgermeister aber auch die

      neue Bürgerschaft die Verantwortung auf die Vorgängerregierung abschieben und jede eigene

      Mitverantwortung von sich weisen.

      Tatsache jedoch ist, dass der Oberbürgermeister Roland Methling sich schon jetzt immer mehr

      aus der Öffentlichkeit zurückzieht und immer mehr sein 1. Stellvertreter, der Herr Dr. Müller-von

      Wrycz Rekowski statt dessen in der Öffentlichkeit präsent ist. Herr Dr. Müller-von Wrycz Rekowski

      wird ganz gewiss für das Amt des Oberbürgermeisters im kommenden Jahr kandidieren und wird

      als haushoher Favorit gehandelt. Dabei sollten die Rostocker auf keinen Fall aus dem Auge

      verlieren, das Herr Dr. Müller-von Wrycz Rekowski Finanzsenator der Hansestadt Rostock ist,

      Leiter der beiden Arbeitsgruppen zur Entwicklung des Traditionsschiffes und zur Entwicklung –

      man sollte treffender sagen – zur Abwicklung der IGA ist. Zudem ist dieser Mann zusammen mit

      dem kommissarischen IGA-Chef Herrn Horn federführend bei der Vorbereitung der BUGA-2025-

      Bewerbung. Herr Dr. Müller-von Wrycz Rekowski popagiert der Rostocker Bevölkerung, dass

      113 Millionen Euro für die BUGA 2025 und die Umgestaltung des Stadthafens für Rostock eine

      sehr gute Investition für die Zukunft ist und das trotz der schon jetzt prognostizierten 15 Millionen

      Euro Defizit. Dabei rechnet die Stadt damit, fast die Hälfte des Investitionsvolumens als

      Fördermittel zu bekommen. Beantragte Fördermittel-Millionen, die nicht bewilligt werden sollten, 

      kommen dann noch zu den 15 Millionen Euro Defizit dazu. Das wurde aber bisher nirgendwo so

      gesagt.

2.  Stichwort Fördermittel: Momentan herrschen noch sehr gute Förderbedingungen. Besonders auf

      der Ebene der Europäischen Union könnte sich das ab 2019 grundlegend ändern, so die

      Befürchtung. Man möchte Fördergelder von der EU, vom Bund und vom Land beantragen lassen

      und hofft dabei auch die Fördermittel in Höhe von ca. 56 Millionen Euro zu bekommen. Das wäre

      fast die Hälfte des Gesamtinvestitionsumfanges von ca. 113 Millionen Euro.

      Die IGA 2003 kostete ca. 94 Millionen Euro und wurde von der EU, vom Bund und vom Land

      reichlich gefördert. Deshalb hat die Stadt Rostock eine 30-jährige Förderbindung in Bezug

      (Nach)Nutzung der IGA. Aber statt die IGA als touristische Attraktion zu erhalten, hat man

      sie absichtlich verfallen lassen. Dieser schändliche Umgang mit Fördermitteln in Bezug

      nachhaltige Nutzung dürfte auch der Landesregierung in Schwerin nicht entgangen sein.

      Aus rein moralischer und verantwortungsbewusster Sicht hätte Rostock keinen Cent Fördergeld

      verdient. Diese Fördermittel sollten Kommunen und Gemeinden bekommen, die die Interessen

      der Allgemeinheit ehrlich vertreten, verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen und die damit

      geschaffenen Errungenschaften auch nachhaltig nutzen!

      Bleibt abzuwarten, ob das die entsprechenden Fördergremien in Schwerin auch so sehen…

3.  Mit der BUGA wird die gleiche Infrastruktur, wie sie auf der IGA existiert, nochmal im

      Stadtzentrum geschaffen und bezahlt.

      Messehalle     =   Markthalle

      IGA-Festzelt   =   große Festbühne

      IGA-Park         =   BUGA-Park

      Gleichzeitig will man die IGA liquidieren, um vorzeitig aus die Förderbindung zu kommen und um

      auf dem IGA-Gelände ein Wohngebiet und eventuell auch noch die kombinierte Eis- und

      Schwimmhalle bauen zu können.

      Auf dem Gebiet des Hauptzuganges vom S-Bahnhof Lütten Klein zur Hansemesse, also auf dem

      Gebiet der Hansemesse, soll ein weiteres Wohngebiet entstehen.

      Schöne Grüße von der Immobilien-Lobby!

4.   Unter dem Deckmantel der BUGA 2025 ist dann noch ein weiteres Wohngebiet direkt am BUGA-

       Park in Richtung Dierkower Damm gebaut werden. Die Planer nennen es verschleiernd Warnow

       Quartier. Das werden natürlich sehr exklusive Wohnungen, die sich sicherlich ein „Otto-Normal-

       Bürger“ nicht leisten kann. Diese sollen dann durch private Investoren finanziert werden. Und

       wieder ein Gruß von der Immobilien-Lobby und von Herrn Horn, dem momentane

       Geschäftsführer der IGA, der gleichzeitig der BUGA-Beauftragte der Stadtverwaltung ist.

       3 Bebauungsgebiete für Wohnungen unter dem Deckmantel der BUGA etablieren zu können,

       dabei gleichzeitig die IGA abzuwickeln, das sucht schon an Ignoranz des mehrheitlichen

       Wählerwillens seinesgleichen. Wir würden sagen, Herr Horn ist im Gewissenskonflikt mit seinen

       beruflichen Funktionen und müsste sofort als IGA-Chef abgesetzt und durch eine wirklich

       kompetente und engagierte Person ersetzt werden.

       Nochmal nachgefragt: Was, bitte schön, hat ein Wohngebiet im Konzept einer    

       Gartenbauausstellung zu suchen.

5.   Wie anfangs erwähnt, ist eine wirkliche Nachnutzung des BUGA-Parks nicht vorgesehen. Deshalb

       taucht im BUGA-Konzept auffällig oft das Adjektiv „naturbelassen“ auf. Mit anderen Worten:

       Wir lassen es weitestgehend so, wie es momentan ist. Da die Flächen zum größten Teil als

       Mülldeponie genutzt wurde, darf der Untergrund durch Bauarbeiten nicht angegriffen werden.

       So wirklich einzigartiger alter Baumbestand mit einer Weiher-Landschaft, soviel

       Abwechslungsreiche Naturlandschaft auf der IGA wird man dort vergebens suchen.

       Blumenbänder, der Gipfelspielplatz mit Riesenrutsche, die große Parkbühne und

       BMX-Track sollen die Hauptattraktionen des BUGA sein. Natürlich auch noch der Ausblick auf

       der Stadtsilhouette wird als Attraktion beworben. Diese ist an der Stelle auch jetzt schon schön,

       man muss den entlegenen Platz nur aufsuchen.

       Ob Erwachsene wirklich bereit sind, dafür 20 Euro Eintritt zu bezahlen, wenn er keine Kinder hat

       und gerade keine Veranstaltung nach seinem Geschmack auf der Hauptbühne läuft? Bleibt dann

       nur die Blumen(Markt)halle, die Gehölzausstellung und das Archäologisches Landesmuseum. Ob

       das den Eintrittspreis wirklich rechtfertigt und der Besucher sich animiert sieht, auch noch ein

       zweites Mal zu kommen, bleibt abzuwarten.  Die IGA hatte seinerzeit wirkliche

       abwechslungsreiche Attraktionen wie Seilbahn, Springbrunnen, schwimmende Gärten und,

       und, und… Da ist man gern immer wieder gekommen und hat immer viel neues und

       interessantes entdeckt. Schauen wir uns das Konzept der BUGA an, dann vermissen wir

       wirkliche Attraktionen. Einen Abenteuerspielplatz mit Riesenrutschen kann man auch

       für deutlich weniger Geld in Karl’s Erdbeerhof ein paar Kilometer weg für deutlich weniger

       Geld besuchen, so schon Meinungen von Familien uns gegenüber.

6,    Schaut man sich die Lage der Fußgänger- und Fahrradbrücke vom Stadthafen nach Gehlsdorf

        und die Lage des BUGA-Parks auf der Landkarte an, dann wird deutlich, dass sich sehr lange

        Fußwege für die Touristen und Besucher auftun. Das dürfte insbesondere für Ältere, Behinderte,

        Schwächere und Familien mit kleinen Kindern zum Problem werden. Überhaupt ist der BUGA-

        Park sehr abgelegen. Für uns bleibt es äußerst fraglich, dass die Rostocker im Nordosten nach

        der BUGA 2025 diesen Park tatsächlich annehmen. Dazu sollte unbedingt eine Bedarfsanalyse

        gemacht werden, denn als Spielplatz ist er viel zu abgelegen von den anliegenden Ortsteilen.

7.    Das gilt auch für die Fußgänger- und Fahrradbrücke nach Gehlsdorf. Ob sich dort wirklich 17

       Millionen Euro Investition lohnen, nur um für ein paar Radfahrer aus Gehlsdorf als Übergang und

       für Besucher und Touristen im Stadhafen als Aussichtspunkt zu dienen, sollte unbedingt vorher

       abgeklärt werden. Da die Brücke in der Benutzung kostenfrei ist aber noch Wartungskosten

       generiert, sollten Aufwand und Nutzen ganz klar gegeneinander abgewogen werden. Um für nur

       170 Tage als Zugang zum BUGA-Gelände während der BUGA 2025 zu dienen, das rechtfertigt

       auf keinen Fall die Kosten.

       Mehr Informationen speziell zum Thema BUGA-Nachnutzung finden Sie unter dem        

        nachfolgenden Link:

        https://www.rostocker-tradischiff-freunde.de/startseite/buga-2025-visuell/

 

8.    Welche Probleme mit der Deckelung der L22, der Aufschüttung des Christinenhafens, dem

        Neubau der Markthalle, des Archäologischen Landesmuseums und den Neubau der

        Fahrradbrücke zwischen dem Industriegelände Dierkower Damm und Holzhalbinsel, die

        immerhin auch ca. 170 m lang sein wird und die noch nirgends preislich mit erfasst wurde,

        das bleibt abzuwarten.

        Alle Angaben im vorhanden BUGA-Konzept sind reine Schätzungen – Man kann auch sagen

        Spekulation. Erst wenn nach den öffentlichen Ausschreibungen ab 2019 die konkreten

        Projektunterlagen der Bewerber eingegangen sind, erst dann werden die realen Kosten sichtbar.

 

         Insbesondere zur Deckelung der L22 fragen wir uns, ob diese im hochwassergefährdeten

         Gebiet wirklich so gut ist, denn die L22 muss so tief gelegt werden, dass auch Doppelstock-Busse

         durchpassen.

          Zudem stellt sich die Frage zum Baugrund der Christinenhalbinsel. Schließlich sind Bauten

          auf der Holzhalbinsel abgesackt und es sind Risse in Gebäuden und Gehwegen festgestellt

          worden. Um wieviel verteuern sich die Projekte, falls noch extra Grundierungspfähle gerammt

          werden müssen. Diese und viele andere Unwägbarkeiten warten noch und können die

          Baukosten unerwartet in die Höhe treiben. Bestes Beispiel, die Brücke in Lütten Klein. Für die

          Sanierung war nur ein Jahr geplant, inzwischen sind es 2 Jahre, angeblich, weil es voriges Jahr

          zu viel geregnet hat…

 

Fazit:

Das ganze Konzept der BUGA 2025 wurde aus verschieden Gründen mit der „heißen Nadel“ gestrickt und deshalb sehr oberflächlich und unausgegoren. Vor allem für ältere Besucher und Touristen sowohl für kleinere Kinder sind die Wege zwischen beiden Veranstaltungsorten Stadthafen und BUGA-Park in Dierkow die Fußwege sehr lang, was insbesondere die Akzeptanz des BUGA-Parks in der Nachnutzung als offener Stadteilpark des Rostocker Nordwestens infrage stellt.

Ein wirkliches Angebot an vielseitigen wirklichen Attraktionen, also sowas, was es nicht alle Tage

zu sehen gibt, können wir momentan nicht erkennen. Ob erwachsene Besucher wirklich bereit sind für das Gebotene 20 Euro Eintritt zu zahlen und vor allem die Ausstellung mehrfach zu besuchen, das wagen wir zu bezweifeln.

Von der Stadt gibt es keinerlei Zeichen, dass die Messehalle, die IGA und das Traditionsschiff in das Ausstellungskonzept der BUGA eingebunden werden soll. Im Gegenteil! Schon jetzt hat die Stadt ganz deutlich zu erkennen gegeben, dass die IGA ein Bürgerpark werden soll, der keinerlei touristische Bedeutung mehr haben soll. Deshalb sind wir uns absolut sicher: Kommt die BUGA – Dann geht die IGA! Die IGA hat aufgrund seiner hervorragenden natürlichen Parklandschaft ein Vielfaches mehr an Potential zu einem nachhaltigen Tourismus- und Besuchermagneten zu werden, als der BUGA-Park. Deshalb werden die 5 Stadtteile im Rostocker Nordwesten mit allen Mitteln für den Erhalt des IGA-Parks kämpfen. Denkbar dafür ist eine Online-Petition, die Anstrengung eines Bürgerbegehrens (die dazu knapp über 4000 notwendigen Unterschriften sollten bei den ca. 70 000

Einwohnern der betroffenen 5 Stadtteile absolut kein Problem sein). Klar wäre dann, dass diese Kampagne in diesem Herbst starten würde, damit sich unsere Kommunalpolitiker in Rostock in ihrem Wahlkampf zur Kommunalwahl im kommenden Jahr zum zukünftigen Schicksal der IGA ganz klar positionieren müssen. Der Bürgerwille und somit der Wahlauftrag der Rostocker Mehrheit zum Bürgerentscheid wurde von der Mehrheit der Bürgerschaft, von Herrn Methling sowie so, aber auch von Herrn Dr. Müller-von Wrycz Rekowksi einfach ignoriert. Das wurde von vielen Rostockern enttäuscht zur Kenntnis genommen. Das könnte sich aber in der Kommunalwahl entsprechend widerspiegeln, den so wie sich die Kommunalpolitik momentan entwickelt, das macht vielen Rostockern echt Sorgen:

 

Hintergrund ist die Veröffentlichung in der Ostsee-Zeitung vom 25.05.2018 unter der Überschrift:

„Rostocks 500-Millionen-Traum“

Veröffentlicht wurde eine Liste der geplanten Investitionen bis ins Jahr 2027:

- 113 Millionen Euro für Entwicklung Stadthafen und BUGA

- 103 Millionen Euro für das neue Volkstheater

- 80 Millionen für 2 Feuerwachen

- 74 Millionen Ausbau Warnemünder Werftbecken zum neuen Kreuzfahrthafen (fertig 2022)

- 30 Millionen Euro für Rathausanbau

- 25 Millionen Euro für die kombinierte Eis- und Schwimmarena

- 18 Millionen Euro für Maritimes Erlebniszentrum in Schmarl

- 15 Millionen Euro würde ein neues Museum für Stadtgeschichte in der Societät Maritim

                                   kosten. Was jedoch mit dem sanierungsbedürftigem Denkmal geschieht ist noch

                                    offen.

 

Die Stadt möchte dafür bis zu 170 Millionen Euro an neuen Darlehen aufnehmen und aus den Jahren

2018/2019 noch 15 Millionen Euro Überschuss mitnehmen. Tatsächlich sollen nach der Durchführung aller Investitionsvorhaben tatsächlich „nur“ ein Defizit von 40 Millionen Euro entstehen!

Kleiner Exkurs:

Rostock wird noch dieses Jahr schuldenfrei. Das ist zweifellos ein wirklicher Verdienst vom Oberbürgermeister Methling. Er hat im Oktober 2008 über Rostock eine Haushaltssperre verhängt uns seit da an einen äußerst schmerzhaften Sparkurs in der Stadt gefahren. Vieles wurde im wahrsten Sinne des Wortes kaputtgespart und es entstand ein Investitionsstau von ca. 300 Millionen Euro in unserer Hansestadt. Insbesondere Bildung, Sport und Kultur, Vereine usw. haben die Sparmaßnahmen hart getroffen. Aber er hat 178 Millionen Euro Defizit vollständig abgebaut. Nun zieht sich Herr Methling so langsam aus der Politik zurück und überlässt die Amtsgeschäfte immer mehr seinem 1. Stellvertreter, der auch gleichzeitig Finanzsenator der Stadt Rostock ist. Dieser wird scheinbar größenwahnsinnig, packt das Füllhorn aus und will das, was mühsam über ein Jahrzehnt

abgespart wurde, mit einem Schlag als neue Verbindlichkeiten aufnehmen.

Sollte nicht erst mal priorisiert werden, welche durch die Sparmaßnahmen aufgeschobenen Investitionen mit dem größten Nutzen für die Allgemeinheit am wichtigsten sind, wie eben Schulen,

Kindergärten/Kinderkrippen, Sporteinrichtungen?

Sollten Investitionen nicht nach Kosten – Nutzen-Verhältnis priorisiert werden? 

Sollte man mit der Verwaltung der öffentlichen Gelder nicht verantwortungsvoll umgehen wie mit seiner eigenen privaten Hauskasse?

Sollte man deshalb Investitionen wirklich nur dann vornehmen, wenn man das entsprechende Geld wirklich zur Verfügung hat?

Ist es tatsächlich notwendig alles auf einmal haben zu müssen, statt die Stadt nach und nach auf solider Finanzgrundlage zu entwickeln?

 

Die Stadt Rostock, so steht zu lesen, hat ab 2019 einen 3-stelligen Millionenbetrag als Überschuss!

Das würde ja heißen, das sind mindesten 100 Millionen. Wo kommen plötzlich diese Gelder her?

Wo kommen plötzlich diese Gelder her? Von den stetigen Preissteigerungen der kommunalen Betriebe, wie den Stadtwerken, den öffentlichen Verkehrsmitteln, der kommunalen Müllentsorgung und bei den Mieten der kommunalen Häuser und Wohnungen der WIRO?

Wie wäre es mal, diese Preise stabil zu halten?

Wie wäre es, wenn die Stadt Rostock die Studenten nicht in die ehemalige Asylunterkunft weit außerhalb von Rostock nach Groß Lüsewitz schickt, sondern bezahlbare Studentenwohnheime in Rostock schafft.

Wie wäre es neben Nobelwohngebieten auch wieder ausreichend bezahlbare Sozialwohnungen zur Verfügung zu stellen?

Wie wäre es denn mit der schnellmöglichsten Umsetzung des kostenlosen Schülerticket oder einer kostenlosen Schülerspeisung?

Haben unsere Stadtpolitiker schon darüber nachgedacht, dass nicht ausreichend Betreuungsplätze für Kinderkrippen und Kindergärten in allen Stadtteilen zur Verfügung stehen?

 

Die Stadt Rostock soll endlich ihre arrogante Wegwerf- und Neubau-Mentalität wegewerfen. Man muss keine BUGA neu bauen, wenn eine IGA mit der gleichen Infrastruktur existiert und schon von den natürlichen Rahmenbedingungen viel bessere nachhaltige Entwicklungspotentiale hat, als eine

BUGA es je haben könnte!!!

Warum muss eine Schwimmhalle vollkommen neu gebaut werden. Man kann auch die alte Schwimmhalle mal so richtig nachhaltig sanieren und nicht immer nur „flickschustern“!

 

Nein!!! Demokratie funktioniert nicht wirklich in Rostock. Dazu sitzen zu viel Leute in der Bürgerschaft, die sich nicht dem Interesse der Allgemeinheit Rostocks verbunden fühlen, sondern vorwiegend den Interessen ihrer eigenen Partei bzw. Wählergruppe, dann dem Oberbürgermeister. Anders sind die vielen Entscheidungen zur Entwicklung der IGA und der BUGA-Bewerbung nicht zu erklären.

Das erfüllt uns ernsthaft mit Sorge für die nächste Entwicklung der Stadt Rostock.

Aber nächstes Jahr sind Kommunalwahlen und es liegt an Euch selbst, liebe Rostocker, einen Oberbürgermeister und eine Bürgerschaft zu wählen, die es als Ihre Berufung sehen, Demokratie wirklich zu leben und als Interessenvertreter aller Rostocker in allen Stadtteilen gleichermaßen tätig zu sein!

Wir werden auf jeden Fall unterstützend tätig sein, indem wir weiterhin Informationen sammeln, was jeder so in der Bürgerschaft in der letzten Legislaturperiode getrieben hat und für welche Entscheidungen sie gestanden haben und vor allem, für was sie in der nächsten Legislaturperiode stehen. Ganz besonderes Augenmerk werfen wir auf die Oberbürgermeisterkandidaten, ihre Wahlversprechen und ihre Wahlprogramme.

Eins können wir jetzt schon mit absoluter Gewissheit sagen: Herr Dr. Müller-von Wrycz Rekowski hat sich aufgrund seiner Tätigkeit und den Ergebnissen seiner Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung IGA und den Entscheidungen zur BUGA-Bewerbung ohne wirkliche Bürgerbeteiligung  aus unserer Sicht schon von alleine für den Posten des Oberbürgermeisters disqualifiziert – zumindest bei all denen die beim Bürgerentscheid für den Verbleib des Traditionsschiffes in Schmarl und somit für die touristische Weiterentwicklung der Hansemesse, der IGA und des Traditionsschiffes als Verbund gestimmt haben. Das war unseres Wissens nach die Mehrheit der Rostocker!!!

 

 

i.A. Andreas Schäfer

Rostocker Tradischiff-Freunde

BUGA 2025
Der komplette Beitrag dieser Seite zum Thema "BUGA 2025-Faules Kuckucksei" finden Sie hier als .pdf-Datei zumDownload
BUGA 2025-Faules Kuckucksei.pdf
PDF-Dokument [459.4 KB]
Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2018 rostocker-tradischiff-freunde.de