Abwicklungspläne der IGA visuell

Am 09. Mai 2018 fand auf dem Traditionsschiff "Dresden" eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zur

(Weiter)Entwicklung der IGA statt. Hier möchten wir bildlich darstellen und beschreiben, was sich die Arbeitsgruppe der Stadt Rostock als Zukunft für die IGA ausgedacht hat:

 

Gesamtübersicht über das Hansemesse- und IGA-Gebiet

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

A

Das beige Gebiet ist das frei zugängliche Gelände der Hansemesse

B

 

Das grün eingefärbte Gebiet ist der IGA-Park. Er ist umzäunt, wird gepflegt und wird bewacht. Der IGA-Park ist

eintrittspflichtig und kostet z.Z. 1 Euro.

Die Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der IGA hat nun folgendes Zukunftskonzept für den IGA-Park, also den

hier grün gekennzeichneten Bereich:

1.  Der Park wird geöffnet und wird ein Bürgerpark, der jederzeit von jedermann kostenlos betreten werden kann.

2.  Die Zäune um den Park werden also entfernt und das Gelände wird dann nicht mehr bewacht.

3.  Touristische Relevanz soll der IGA-Park dann nicht mehr haben. Die Rostocker sollen dort mehr unter sich

     sein und diesen Park für die Erholung nutzen.

4.  Die IGA GmbH (eine Firma zu deren Aufgaben es u.a. gehört, Investoren, Sponsoren für Attraktionen zu

     finden und vertraglich zu binden, sowie Veranstaltungen und Konzerte zu organisieren) wird dann endgültig

     aufgelöst.

5.  Die Verwaltung und Pflege über die Fläche übernimmt dann das Amt für Stadtgrün. Somit hat der IGA-Park

     den gleichen Status wie der Schwanenteich in Reutershagen oder das Fischerdorf in Evershagen.

6.  Der IGA-Park soll einen neuen Namen bekommen. IGA im Name ist rückwärtsweisend und soll

     deshalb unbedingt aus dem Namen verschwinden, so die Auffassung der Stadt Rostock.

7.  In 4 bis 5 Jahren soll das IGA-Festzelt aus Altersgründen verschwinden. Dafür bekommen die Künstler

     das Recht ihre eigene Bühne mitzubringen - so die Aussage der Stadtvertreter.

8.  Was auf der Informations- und Diskussionsveranstaltung verschwiegen, zum Teil sogar geleugnet wurde,

     sind Bebauungspläne von Flächen der IGA und Hansemesse. Dort sollen Wohngebiete mit mehrgeschossigen

     Häusern entstehen. Diese Pläne wurden auf Ortbeiratssitzungen in Schmarl durch die Stadt Rostock

     vorgestellt.

C

Das blaue Gebiet der maritimen Ausstellung liegt im eingezäunten Bereich der IGA. Zur maritimen Ausstellung gehört als Hauptattraktion das Traditionsschiff "Dresden", der Schwimmkran "Langer Heinrich" , Hebeschiff "1.Mai" und das Betonschiff "Capella" als schwimmende Austellungsstücke. Der Schwimmkran, das Hebeschiff und das Betonschiff liegen an der Seebrücke. Vor dem Traditionsschiff befindet sich ein Schiffsgarten, wo diverse maritime Ausstellungsstücke wie z.B. Schiffspropeller, Anker usw. zu sehen sind.

In dem blauen Bereich befindet sich auch die historische Bootswerft. Zudem gibt es noch einen Leuchtturm, der sich in der Nähe des Chinesischen Pavillons befindet. 

Wer das Traditionsschiff "Dresden", welches das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum beherbergt, besuchen möchte, muss also den einen Euro Eintritt für die IGA und einen extra Eintritt von 3 Euro für das Traditionsschiff bezahlen. Eine Jahreskarte für das Traditionsschiff und die IGA kostet 10 Euro.

Nach der Entwicklungskonzeption der Stadt, soll nur die maritime Ausstellung touristisch entwickelt werden:

1.  Der blaue Bereich der maritimen Ausstellung soll verkleinert werden, so dass die Seebrücke mit den

     3 schwimmenden Objekten und der Leuchtturm am Chinesischen Pavillon nicht mehr dazugehört.

2.  Dieser verkleinerte Bereich bekomment einen Zaun, wird bewacht und bleibt eintrittspflichtig.

3.  Das Traditionsschiff "Dresden" modernisiert die Ausstellungskonzeption. Erfreulich ist, dass weiterhin das

     maritime Erbe Rostocks präsentiert werden soll. Die Ausstellung soll dahingehend erweitert werden, dass das 

     maritime Erbe von ganz Mecklenburg-Vorpommerns gezeigt wird.

4.  Zur deutlichen Attraktivitätserhöhung soll ein landseitiges maritimes Museum als Ergänzungsbau

     hinzukommen. Damit würden sich natürlich die Eintrittspreise deutlich erhöhen.

5.  Die Erreichbarkeit über den öffentlichen Personennahverkehr soll deutlich verbessert werden.

 

 

Detailübersicht über das Hansemesse- und IGA-Gebiet

 

Quelle für das Kartenmaterial: Bilder•GeoBasisDE/BKG (©2009).Google  Deutschland

 

1

Der gelbe Pfeil zeigt vom S-Bahn-Haltepunkt Lütten Klein über das Hansemesse-Gelände "Hamburger Tor"

direkt auf die Fußgängerbrücke, die den Besucherstrom bündelt und zur Hansemesse führt.

Vor dem S-Bahn-Haltepunkt befindet sich ein Parkplatz für PKW's, wie auch im Bereich des "Hamburger Tor's".

Das "Hamburger Tor" ist wegen des S-Bahnanschlusses, der Umsteigestation zu den Nahverkehrsbussen und den Parkplätzen der Haupteingang zur Hansemesse, zur IGA und zum Traditionsschiff. Bei attraktiven Messen, Großveranstaltungen (z.B. Pyrogames) passieren tausende Besucher und Touristen den weitläufigen Bereich des

"Hamburger Tor's".

1a

Der kleine grüne Pfeil rechts neben der Messehalle markiert den Haupteingang der IGA am Rosengarten. Hier strömen die Massen von Besuchern zu Konzerten und Veranstaltungen des IGA-Parks.

2

Dieser Eingang von Groß Klein aus ist mit der Stadtlinien-Bus zu erreichen. Die Haltestelle wurde kürzlich in Blockmacherring/IGA-Park umbenannt. Von der S-Bahnhaltestelle "Lütten Klein" müsste man in die getaktete Buslinie 31 umsteigen und 2 Stationen fahren.

3

Der Seezeichenweg ist die Hauptzufahrt zum Traditionsschiff. Dort befindet sich ein kleiner Parkplatz für PKW's.

Reisebusse sind die Ausnahme, das der Bereich sehr eng und die Wendemöglichkeit für Busse in diesem Bereich

sehr schlecht sind. Mit Ausnahmegenehmigung kann man direkt bis vor das Traditionsschiff fahren.

Dieses große Gebiet waren mal die sehr attraktiven Nationengärten. Zwischen im Frühjahr herrlich blühenden

Bäumen sind meist nur Brachflächen, die sehr gut für Blumen und andere Anpflanzungen geeignet sind.

Auch Freizeitanlagen für Familien wären durchaus denkbar. Die Minigolf-Anlage, die am IGA-Eingang Blockmacherring ist und zum Mecklenburgischen Hallenhaus gehört, ist bei schönen Wetter immer sehr gut besucht und hat viel zu wenig Kapazität...

A

Das blauschraffierte Gebiet kennzeichnet das Bauvorhaben maritimes Museum im Bereich der touristisch zu

entwickelnden maritimen Ausstellung. Zu beachten ist die blaue Begrenzung des maritimen Ausstellungsbereiches. Er ist kleiner geworden, u.a. der Bereich der Seebrücke nicht mehr dazu zählen soll.

B

Das weißschraffierte Gebiet kennzeichnet ein Wohngebiet mit mehrgeschossigen Häusern. Dieses Gelände gehört zur Hansemesse und nennt sich "Hamburger Tor". Hier befindet sich normalerweiser der Hauptzugang

für tausende Besucher und Touristen, wenn es doch noch von mal zu mal attraktive Messen, Großveranstaltungen (z.B. Pyrogames) oder Konzerte gibt (siehe auch Punkt 1 oben in pink).

Offenbar rechnet man in Zukunft nicht mehr mit großen Besucherzahlen oder man möchte den Eingang

"Blockmacherring/IGA-Park" zum Haupteingang machen. Allerdings muss man vom S-Bahnhaltepunkt "Lütten Klein" 2 Stationen mit einer getakteten Buslinie fahren (sie Punkt 2 oben in pink).

Würde man es mit der Weiterentwicklung der IGA ehrlich meinen, dann wäre hier ein idealer Platz für die fehlende Infrastruktur für Reisebusse. Von hier aus könnte dann auch noch eine Parkbahn und/oder eine Shuttel-Service starten. Auch wären im Eingangbereich schon Attraktionen denkbar, wie z.B. kleine Fahrgeschäfte für Kinder.

C

Das weiß schraffierte Gebiet am Seezeichenweg befindet sich auf dem IGA-Gelände, auf dem Gebiet der ehemaligen Nationengärten. Dort sieht die Stadt Rostock ein zweites Baugebiet mit mehrgeschossigen Wohnhäusern vor. Der Seezeichenweg ist die Hauptverbindung zum Traditionsschiff, welcher auch mit Bussen befahren werden kann. Allerdings nur in sehr beschränkter Anzahl, da nicht ausreichen Parkplatz und eine schlechte Wendemöglichkeit vorhanden ist.

D

Aus der lokalen Presse war im Februar zu erfahren, dass man auf dem IGA-Gelände, auf dem Gebiet des heutigen Rosengartens, eventuell eine Eis- und Schwimmhalle gebaut werden soll (beige schraffierte Fläche). Konkrete Pläne dafür gibt es aber nicht. Wann und ob sie überhaupt kommen würde, ist äußerst fraglich.

 

 

Alle nachfolgenden Punkte behandeln die noch vorhandenen und schützenswerten, wenn auch zum Teil sehr überholungsbedürftigen, Attraktionen des IGA-Parkes. Sie liegen allesamt im grünen Bereich der Gesamtübersicht (obere Karte). Da die Stadt die Umzäunung dieses Bereiches entfernen und die IGA somit zum Bürgerpark machen möchte sind folgende (Noch)Attraktionen dann akut vor Vandalismus, Diebstahl, Graffitis

oder gar Brandstiftung bedroht:

1

Wasserspielplatz hinter dem Rosengarten

2

Der Rosengarten mit dem Rosenhang

3

Das IGA-Festzelt (soll ja aus Altersgründen in ca. 4-5 Jahren sowieso abgebaut werden)

4

Der Weidendom

5

Der Miniatur-Garten mit angenzenden Kinderschaukeln

6

Der Sportgarten mit Kletterwand

7

Kletterspielplatz

8

Spielpfad

9

Ungarischer Nationengarten

10

Chinesischer Pavillion

11

Fragmente vom (tunesischen?) Nationengarten

12

Dhododendron-Park

13

Seebrücke mit den 3 schwimmenden Ausstellungsstücken Schwimmkran "Langer Heinrich", Hebeschiff "1.Mai" und Betonschiff "Capella"

14

Warnowstrand

15

Kleine Gartenanlage mit einem kleinen Labyrinth, die für Kinder gedacht ist

16

Japanischer Garten

17

Ausstellungsstück "Leuchtturm"

 

Nun bitte urteilen Sie selbst, ob die Pläne der Stadt eine ehrlich gemeine Weiterentwicklung des IGA-Parks mit wirklicher Attraktivitätssteigerung ist.

Aus unserer Sicht jedenfalls ist das eine radikale Abwicklung des IGA-Parks, die auch ohne BUGA 2025 so erfolgen soll!!!

Mit dem IGA-Park geht eine große Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten und Veranstaltungen verloren, die zusätzliche Besucher auch auf das Traditionsschiff gelockt hätten. Uns fällt es äußerst schwer zu glauben, dass alleine der Neubau eines maritimen Museums mit dem Traditionsschiff so eine Anziehungskraft auf Touristen und Besucher haben wir, dass sich der ca. 16,5 Millionen teure Neubau es schaffen wird, den Angebots- und Attraktionsverlust der IGA dann auszugleichen.

Wir haben ernsthaft die Befürchtung, dass erst die IGA platt gemacht wird, um dann eine Begründung zu haben, warum das versprochende maritime Museum nicht mehr gebaut werden kann, um dann letztendlich das Traditionsschiff in den Stadthafen zu bekommen...

 

Wir jedenfalls werden für den Erhalt des IGA-Parkes mit Zaun in den heutigen Grenzen kämpfen! Und wenn wir losgehen müssen etwas über 4000 Unterschriften zu sammeln, die für ein Bürgerbegehren gebraucht werden. Dieses werden wir mitten im Wahlkampf für die Kommunalwahlen organisieren, damit der neu zu wählenden Oberbürgermeister und die neuen Bürgerschaftsmitglieder auch mal wieder die mehrheitlichen Interessen aller Rostocker Bürger zur Kenntnis nehmen und endlich auch umsetzen. Der Bürgerentscheid 2017, wo die Mehrheit der Rostocker Bürger für den Verbleib des Traditionsschiffes in Schmarl und damit auch für die Entwicklung der IGA zu einem touristischen Magneten votierten,

scheinen unseren gewählten Stadtvertretern nämlich zur Zeit herzlich wenig zu interessieren...

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